Flächenbrand Zedlach
13:17 Uhr

Per Sammelruf wurde die Feuerwehr Matrei zu einer Rauchentwicklung im Wald im Bereich oberhalb des Strumerhofs auf ca. 1.600 Metern Höhe alarmiert.

  

Im Zuge der Lageerkundung vor Ort wurde festgestellt, dass es sich um einen Flächenbrand von ungefähr 500 Quadratmeter in nur zu Fuß zugänglichem, 56 Grad steilen, schwierigen Gelände handelte, welcher sich aufgrund leichten Südwindes auszubreiten drohte.

Zusätzlich stellten die enorme Hitze am Berghang sowie die Zubringung von Löschwasser zum Brandort eine enorme Herausforderung dar.

  

Aufgrund der Situation und vor allem aufgrund der Gefahr der Ausbreitung wurden zeitnah mehrere umliegende Feuerwehren, 4 Hubschrauber, der Flugdienst sowie die Bezirkszentrale und der Bezirksführungsstab des Bezirksfeuerwehrverbandes Lienz nachalarmiert.

  

Im Verlauf des Einsatzes befanden sich neben der FF Matrei die Feuerwehren Huben, Prägraten, Virgen, Hopfgarten, Lienz, Nikolsdorf und Oberlienz bei den Löscharbeiten mit insgesamt 22 Fahrzeugen und somit in Summe inklusive den Sonderdiensten des BFV Lienz über 170 Mann.

  

Die Löschwasserversorgung wurde durch ortsansässigen Bauern mit 8 Güllefässern sichergestellt, welche mit in Summe über 40.000 Liter Wasserkapazität die Tanklöschfahrzeuge vor Ort im Pendelverkehr anspeisten.

  

Aufgrund der anhaltenden Trockenheit und der spärlichen Wasserversorgung im Einsatzgebiet wurde zusätzlich aus dem der Nachbargemeinde Virgen, genauer aus der Fraktion Mitteldorf eine Relaisleitung mit 6 Pumpen und 60 B-Schläuchen gelegt.

  

Durch den gezielten Bodenbrandbekämpfungseinsatz am Berg, sowie die permanente Unterstützung durch die Löschhubschrauber entspannte sich die Lage gegen die Abendstunden hin.

  

Um 19:30 wurden Kontrollflüge mittels Drohne der Polizei Lienz durchgeführt, wobei keine erhöhten Temperaturen mehr festgestellt werden konnten.

  

Somit wurde gegen 19:40 „Brand aus“ gegeben werden.

Vorsorglich wurde ein weiterer Kontrollflug mittels Drohne für den Folgetag um ca. 05:00 Uhr geplant, um das hoffentlich anhaltende „Brand aus“ endgültig zu bestätigen.