Hochwasserübung
Bretterwandbach
23.07.2026

Um auf Naturereignisse wie den Unwettereinsatz vom 19. Juli 2024 künftig noch schneller reagieren zu können, wurde das Sicherheitskonzept für die Matreier Bevölkerung massiv erweitert. In enger Zusammenarbeit zwischen dem Landes-Warn- und Lagezentrum Tirol (LWLZ), der Wildbach- und Lawinenverbauung (WLV) und der FF Matrei wurde ergänzend zu den baulichen Verbauungen im Bachbett ein modernes Frühwarnsystem installiert.

Am gefährlichsten Wildbach Österreichs überwachen Sensoren im Bereich der Kalkofensperre den Pegelstand und lösen bei einer markanten Veränderung den Alarm aus. Bei dieser Gesamtübung der Feuerwehr Matrei wurde ein derartiges Ereignis von der Alarmierung bis hin zu fiktiven Evakuierungsmaßnahmen unter Realbedingungen durchexerziert.

  

Im Beisein der Gemeindeverantwortlichen sowie der Exekutive wurden Straßensperren eingerichtet, Rolltore zweier Brücken im Dorfzentrum geschlossen sowie am Dammweg im Bereich des Bachdeltas für eine Durchfahrtssperre gesorgt.

  

Ein koordiniertes Vorgehen bei unübersichtlichen Großereignissen ist der Schlüsselfaktor für effektive Gefahrenabwehr und den Schutz der Einsatzkräfte. In der Anfangsphase (Chaosphase) helfen standardisierte Führungsstrukturen und Lagebeurteilungen, die Handlungsfähigkeit zu sichern.